Zack, ist die Rübe ab. Chor singt Hebbel.

Die Story ist eigentlich ganz einfach.
König Nebukadnezar macht die ganze Gegend platt, nur ein mieses kleines Kaff hat da keinen Bock drauf und macht die Tore dicht. Da schickt der König seinen Feldherrn Holofernes (Ich sag noch, Alter, Augen auf bei der Berufswahl!), jedenfalls soll der den Bethuliern mal beibringen, wo der Hammer hängt. Er kann rummachen, wie er will, die lassen ihn nicht rein. Da stellt der Sack das Wasser ab.
Großes Gejammer, ein mörder Hin und Her in der Stadt, entweder verdursten oder von Holofernes geschlachtet, alles nich‘ schön. Zwischendrin wird auch noch geschmachtet, Liebe und Hass, alles dabei, bis endlich Judith (schön und reich) hingeht und sagt: Das geht mir alles auf den Geist.
Schleicht sich raus, verdreht dem Holofernes zuerst den Kopp, dann benebelt sie denselbigen, dann – Zack! – haut sie ihn ab.  Alle gerettet. Vielleicht.

Und so hat Artemisia Gentileschi die Sache gesehen.

Und so hat Artemisia Gentileschi die Sache gesehen.

Und was haben wir damit zu tun? Der Because Chor Köln wurde vom Schauspiel Köln engagiert, um in der neuen Inszenierung (Regie: Christina Paulhofer) von Friedrich Hebbels „Judith“ das Volk der Bethulier zu singen und zu spielen. Wenn jemand demnächst also einen von uns seltsame Sätze reklamieren hört, dann weiß er warum: „Aarons Sohn ist tot, und seines Sohnes Sohn, und sein Bruder, der ganze Stamm!“ Ich sagte ja, es geht nicht zimperlich zu. Premiere am 22. November im Depot1, Schauspiel Köln.
Wenn Christina uns nicht vorher wieder streicht und rausschmeißt, singen wir auch ein oder zwei Lieder. Welche? Da müsst ihr schon ins Theater kommen …

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