Pop’n’Punsch im Doppelpack

Gleich zwei Konzerte an einem Wochenende. Zuerst in der Kulturkirche Nippes für den guten Zweck: 900 Euro wurden eingesungen für die Kindertagesstätte der Gemeinde. Die Kirche war knallvoll (mit Leuten, nicht die Leute mit Punsch) und alle gaben großzügig. Wir freuen uns, zumal wir auch in Nippes proben und uns sowieso diesem Stadtteil besonders verbunden fühlen.

Die Mettmänner und Mettfrauen vom Blotschenmarkt waren dann am Sonntag ebenfalls sehr nett zu uns, allerdings mussten sie uns einen Bus schicken (Hurra! Unser erster Tourbus!!!) und die Chorkasse ein bisschen aufhübschen. Dafür haben wir in eisiger Kälte zweimal 45 Minuten heißen Sound geliefert. Und zwischendurch? Hab ich es nicht gesagt? Pop’n’PUNSCH!

P.S. Falls wir EURE Festivitäten mit Pop & Rock aus vielen Kehlen aufhübschen sollen: Wir sind käuflich.

P.P.S. Gegen Aufpreis trägt unser Chorleiter auch die rote Mütze (siehe Foto).

Enough is (not) enough.

Da wir gerade so ein Gefühl von fly sein haben, und wir sowieso denken, dass weniger ist mehr Quatsch ist, singen wir am 3. Dezember gleich zweimal. Zuerst auf unserem eigenen Konzert um 17 Uhr in der Kulturkirche. Dann jagen wir alle raus und machen rübba innen Brunosaal und singen gastweise beim und mit dem Filmhaus Chor. Mehr ist mehr.  Sachichdoch.

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Finger ab? Egal. Because rockt Helios!

Einen tollen Chorleiter haben viele, einen UNGLAUBLICH tollen nur wir.
12:50 Uhr kommt die Nachricht von Bass Matthias: „Mariano hat eine fiese Schnittverletzung am Finger. Wird gerade genäht. Er will das Konzert spielen. Ich bringe ihn.“
Aufgelegt.
Mariano arrangiert nicht nur unsere Stücke und ist nicht nur unser Dirigent. Er begleitet uns heute bei allen Stücken, die wir eine Stunde später auf der Hauptbühne des Helios-Festes singen wollen, auf der Gitarre. Sollte er. War geplant so.
Urgs.
Chor funktioniert nun so:
Patrick organisiert, dass wir einen Programmplatz nach hinten rutschen. Sagenhafte 45 Minuten sind gewonnen. Ilka leitet spontan das Einsingen. Einige denken: Mist, Text umsonst gelernt, das wird nie was. Alle anderen hoffen und harren.
Derweil gießt es aus Eimern. Na toll.
13:30 Uhr, Matthias: „Die Naht hält. Er hat aber noch keinen Verband. Er will das Konzert spielen. Ich bringe ihn.“
Patrick: „Äh …“
Aufgelegt.
Patrick: „Also, räusper, wir singen wohl. Wir gehen am besten hinter die Bühne. Dann kann nachher alles ganz schnell gehen.“
14:15 Uhr: Mariano kommt. Gitarre auf dem Rücken. Der Finger steht steil in die Höhe. Der rechte Finger. Alle atmen auf, wir sind Rampensäue, Schmerzen interessieren jetzt nicht und man braucht den Zeigefinder rechts nicht, um das Plektrum zu halten. Alles geht ganz schnell.
14:30 Uhr: Bühne, „Special K“ von Placebo als erster Song, alles gut.
Unglaublich.
14:35 Uhr: „Haus am See“ von Peter Fox. Die Sonne scheint.
Unglaublich.
Mariano. Unser Held. Unser Wahnsinniger. Unser Goldfinger, äh … unser Goldstück. Unglaublich toll.

Tausche Karte gegen Körper …

Auch dieses Angebot verschaffte einem verzweifelten Fan am Samstag keinen Zutritt mehr. Einen ordnungsgemäßen und halbwegs seriösen Konzertbericht können wir erst mit dem Abstand wahrscheinlich mehrerer Wochen liefern. So ordentlich wie bei der Schlussaufstellung sah es kurze Zeit später bei der anschließenden Geburtstagsparty nämlich nicht mehr aus. Ein Chormitglied durchschwitzte seinen gesamten Shirt-Bestand und wurde zu Hause aufgefordert, doch lieber diese zwei Stunden am frühen Morgen auf dem Sofa zu schlafen. Vielleicht lag alles daran, dass der Chorleiter erstmalig mit Wimperntusche auftrat.

Schweiß und Tränen …

… der Vorfreude bescherte die Generalprobe für das Jubiläumskonzert. Ein singender Tigerkäfig, so muss es bei 33 Grad gerochen haben, aber geklungen hat es einfach HIMMLISCH. Es gibt klare Entscheidungen in den Stimmen: Der Sopran fegt euch weg, der Double-Alt lässt euch auf einer tonalen Emotionswolke schweben, Bass und Tenor lullen euch in Klangsphären … Ich glaube, jetzt geht es gerade mit mir durch.
Dann halt die harten Fakten.
45 Sängerinnen und Sänger, 6 Instrumente, 1 Chorleiter – alle megagut drauf und zu allem entschlossen. Wer es versäumt hat, sich rechtzeitig um Karten zu bemühen: Pech gehabt, wir sind leider ausverkauft. Zum Trost hier die nächsten Termine:

04. September – Köln-Ehrenfeld (Heliosfest)

05. November – Freiburg

03. Dezember – Kulturkirche Nippes

04. Dezember – Mettmann

Generalprobe

 

Mal die Sau rauslassen …

Natürlich denken alle, ein Chorwochenende sei nur dazu da, mal so richtig die Sau rauszulassen, fern ab von Kind und Kegel, Arbeit und Alltag. Und natürlich stimmt das auch.
Was? Das sollte niemand erfahren? Okay, ich fange von noch einmal an …
Chorwochenenden sind kein Spaß, falls das jemand gedacht haben sollte. Neben der harten Probenfron muss man total viel Kulturgedönse machen, Naturkunde und Besichtigungen, permante Diskussionen, ob man nicht doch eine Oktave (mindestens!) höher, tiefer oder daneben liegen darf, abends dann auch noch Karaoke und ganz schlimm: das strikte Kölschverbot. Schrecklich. Was haben wir gelitten. Schweine und Eulen spielten auch eine Rolle, aber das ist nun wirklich intern.
(Fotos: Daniel Boos und Mariano Galussio)

Wir hatten Spaß und wir haben tatsächlich dolltoll für unser Jubiläumskonzert am 25. Juni im Comedia Theater Köln geprobt. Jetzt die schlechte Nachricht: Das Konzert ist seit Wochen ausverkauft. Kommt trotzdem, denn es schmeichelt uns ungemein, wenn eine lange Schlange draußen steht und nicht mehr rein kann.